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Freitag, 20. März 2015

Liebesdrama





 
Liebesdrama
Eine Fabel

 

Mohammed, ein Moslem und Maria, eine Katholikin, verlieben sich ineinander. Beide sind sie hier geboren, jung und aufgeschlossen. Keiner stört sich an der Religion des anderen und auch die unterschiedlichen Lebensansichten aufgrund ihrer Herkunft glauben sie miteinander meistern zu können. Nach einem langen Versteckspiel beschliessen sie zu heiraten.

Doch der religiöse Eifer ihrer konservativen Familien verhindern eine gemeinsame Zukunft. Man droht Mohammed mit der Entlassung aus dem Familienbetrieb und Maria mit der Enterbung und dem Ausschluss aus der Familie („Du bist nicht mehr unsere Tochter“). Man versucht alles, um ihre Beziehung zu unterbinden. Das Leiden der beiden ist unbeschreiblich.

Maria wird schwer krank vor Kummer und muss sich einer Chemotherapie unterziehen. Der junge Spital-Seelsorger nimmt Maria an und begleitet sie durch die schweren Tage. Er versucht bei den beiden Familien zu vermitteln, aber erfolglos. Er trifft auf wenig Verständnis und Einsicht. Stur beharren sie in Gottes Namen auf einem längst überholten Kirchenbild – entgegen jeder Vernunft und dem Wohl ihrer Kinder.
Leider schlägt auch bei Maria die Behandlung nicht an. Sie wird sterben.

Kurz vor ihrem Tod beschliesst Maria, dem Christentum zu entsagen, damit sie wenigstens im Jenseits mit ihrem Mohammed vereint sein kann. Sie bittet den jungen Geistlichen, ihren Entscheid Mohammed mitzuteilen und kurze Zeit nach dem sie ruhig und sanft entschlafen ist, eilt der erschütterte Pfarrer zum Haus von Mohamed.

Dort trifft er ebenfalls auf eine versammelte Trauergemeinde. Laut und hemmungslos beweint die Familie ihren Sohn Mohamed. Der junge Rabbi, den der christliche Geistliche schon lange kennt und schätzt, erklärt ihm, dass sich Mohammed wenige Stunden zuvor, vor lauter Kummer aus dem Fenster gestürzt habe. In seinen Armen habe er sich sterbend von der Lehre des Propheten entsagt und sei für Maria im Glauben an das alleinseligmachende Christentum gestorben, damit er wenigstens im Jenseits mit ihr vereint sein könne.

Bei den später getrennt stattfindenden Bestattungen des Paares, weisen beide Geistlichen darauf hin, dass durch den religiösen Starrsinn der beiden Familien, die zwei Liebenden durch den jeweiligen Glaubenswechsel selbst im Jenseits nicht zueinander finden könnten – wäre da nicht ein alleiniger, gütiger Gott.
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:(

Kommentare :

Anonym hat gesagt…

Schön! Hoffemer das es im Jensyts es widersehe gäh hätt :-)
T.O.&O.

Herr Oter hat gesagt…

Häts sicher, döt tüents nämlich nit so blöd wie bi üs ;)
Grüessli
Re