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Freitag, 15. Februar 2013






Der Langsamste
der sein Ziel nicht aus den Augen verliert,
geht immer noch geschwinder, als jener, 
der ohne Ziel umherirrt

Gotthold Ephrain Lessing


Bildnachweis: JenaFoto24 bei www.pixelio.de / Bild-Nr.  90360



Gotthold Ephraim Lessing – geboren am 22. Januar 1729 in Kamenz, Sachsen; 
gestorben am 15. Februar 1781 in Braunschweig – war ein bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung.

Übrigens:
Er verkehrte während seiner Studienzeit in Leibzig oft im Lokal:
"Zum Arabischen Coffe Baum", am Barfüsser Gässgen gelegen. Ein Kaffeehaus in einem kultur- und kunstgeschichtlichen Baudenkmal (erstmals 1556 erwähnt), in dem seit 1711 nachweislich Kaffee ausgeschenkt wird.
Zahlreiche Prominente besuchten das Lokal ebenfalls regelmässig. Dort hatten berühmte Dichter, Komponisten und Universitätsgelehrte ihren eigenen Stammtisch, an dem sie philosophierten, spielten, speisten und natürlich auch „ein wenig“ tranken.
So zum Beispiel die Komponisten Robert Schumann, Johann Sebastian Bach, Franz Liszt oder Richard Wagner. Aber auch sein Dichter-Kollege Johann Wolfgang von Goethe und der Schriftsteller E. T. A. Hoffmann.



:)



Nachtrag:
Zufall, Gedankenübertragung oder nur der Zahn der Zeit?
Auch rotzloeffelsstuebchen befasst sich heute mit dem Thema Zeit und Langsamkeit. Ich finde interessant, was Sie schreibt und bin ganz Ihrer Meinung.
Ein Blick auf Ihre Seiten lohnt sich.

Kommentare :

rotzloeffel hat gesagt…

Wie Recht Lessing doch hat und das schon zu seiner Zeit. Auch ich hab heute das Thema mit der "Schnelligkeit". Zufall, Gedankenübertragung oder nur der Zahn der Zeit, der einen jeden heut drückt und nervt?^^

Liebe Grüße
Rotzlöffel

Herr Oter hat gesagt…

Sicher der Zahn der Zeit, vermutlich auch Zufall, aber am Schönsten wäre doch die "Gedankenübertragung", finde ich :)

Auf jeden Fall, ein wichtiges Thema, das Du in Deinem Blog zur Sprache bringst und ich hoffe, dass es oft gelesen wird. Denn ich glaube, dass etwas mehr Schneckentempo, manchem von uns ganz gut tun würde.

Liebe Grüsse und ein gemütliches Wochenende
Resunad


rotzloeffel hat gesagt…

Ja, Schneckentempo wäre sicher für viele gut. Und ich finde man kann sich ruhig an der Schnecke ein Beispiel nehmen:

Schneckentempo

Im Schneckentempo geht`s voran,
ein Jeder läuft so gut er kann,
doch auch die Schnecke, sie kommt weiter,
mit viel Gelassenheit und heiter.

Nicht jeder kann so schnell und viel,
auch langsam kommt man noch in`s Ziel.
Schneller heißt nicht immer gut,
für kleine Schritte braucht`s auch Mut.

Die Schnecke soll Symbol dir sein,
und ist der Schritt auch noch so klein,
auch dieser Schritt bringt dich voran,
sei voller Mut und denk daran.

Das Schneckenhaus, sie sicher macht,
sie fühlt sich wohl - auch in der Nacht.
Die Schnecke – nein, sie kann nicht rennen,
doch wird sie ihren Weg erkennen.

Sie sieht ihr Ziel in weiter Ferne,
denkt, ja da wär ich jetzt schon gerne.
Muss aber in Geduld sich fassen,
bei kleinen Schritten es belassen.

Denn eines ja, sie muss es wissen,
ihr Weg ist weit, mal auch beschissen,
doch eines Tages – irgendwann,
kommt sie an ihrem Zielort an.
(von 'gelo', Feb. 2012 und gefunden bei reimemaschine.de)

Liebe Grüße vom Rotzlöffel

Herr Oter hat gesagt…

Ein schönes Gedicht, mit soviel Weisheit, liebes Rötzlöffel(chen).

Ich bin überhaupt der Meinung, dass gerade die Weinbergschnecke, völlig unterschätzt wird. Komisch, dass die Schildkröte (nicht zuletzt auch in der Mythologie) einen so hohen Stellenwert besitzt, die Weinbergschnecke jedoch als "niederes" Wesen eingestuft wird.
Für mich sind beides wunderbare Geschöpfe der Natur, auf die ich fast ein bisschen neidisch bin, weil sie ihr Haus ständig bei sich tragen und sich daher immer zurückziehen können wenn Gefahr droht oder es ihnen einfach zu viel wird.
Man sollte sich wirklich mal die Zeit nehmen, um zu sehen, dass so ein Schneckenhaus mit seinen "gewundenen" Zeichnung (ein Naturwunder) einem Schildkrötenpanzer in seiner Schönheit den Rang abläuft.

Einen schönen Abend und liebe Grüsse
Resunad.