.

Freitag, 16. November 2007

Merkwürdig








 


Dieser Blog ist aber merkwürdig!

Danke für das Kompliment. 
Schön, dass er würdig ist, 
dass man ihn sich  
merkt.



:-)

Donnerstag, 15. November 2007

Turtelnder Truthahn




Turtelnder Truthahn



Männliche Truthähne bestiegen ein lebensechtes Modell eines Weibchens genauso gierig wie ein lebendiges Exemplar.
Das haben Martin Schein und Edgar Hale von der Pennsylvania State University entdeckt. 
Neugierig wollten die Forscher dann wissen: Was war der sexuelle Minimalreiz am Truthahn-Modell? Sie entfernten nach und nach Federn, Flügel und Füsse. Schlussendlich, auch mit dem einfachen Truthahnkopf auf einem Stock kopulierte das Männchen  unverdrossen weiter.


Mein Senf dazu:
Typisch Männchen!



:-))

Mittwoch, 14. November 2007

Morgenstimmung





Morgenstimmung


Milchige Schlieren am blauen Himmel,
goldene Strahlen über letzten Nebelschwaden.
Rauchende Kamine auf weissen Dächern,
glänzende Perlen an blätterlosen Ästen.

Knirschender Reif unter meinen Schuhen,
kleine Dampfwolken bei jedem Atemzug.
Tränende Augen und eine triefende Nase,
tiefe Glücksgefühle im pochenden Herzen.

Das war gestern.



:-(

Beschossener Bundesrat




Beschossener Bundesrat


An einem Mittagessen habe Herr Bundesrat Blocher erzählt, dass er sich, vor rund einem Jahr, mit einer Taserpistole habe beschiessen lassen. Dies berichtete der Präsident der Schweizerischen Konferenz der Polizeikommandanten, Beat Hensler.

Mein Senf dazu:
Ich finde, manchmal merkt man das.

Infos über die Elektroschockpistole Taser gibt es: HIER

;-0

Montag, 12. November 2007

Frauen




Frauen



Skilegende Bernhard Russi sagt:
«Frauen waren immer schon das Benzin für meinen Motor»
Frauen sind wichtig für den legendären Skirennfahrer.

Er meint damit seine Mutter, seine frühere Frau, seine heutige und die Tochter Jennifer

Mein Senf dazu:
Abgesehen von der mir fehlenden Tochter, teile ich genau seine Meinung.



;-)

Sonntag, 11. November 2007

Friedli Fuchs




Friedli Fuchs


Er hatte nicht viel zu lachen in seinem Leben, denn er ist nicht auf der Sonnenseite geboren.
Friedli Fuchs kam im so genannten "Schattloch", als eines von neun Kindern, in einer der ärmsten Familien der Gegend zur Welt. Auch in der Schule wollte es nicht so recht klappen, sei es nun wegen der Intelligenz, dem ständigen Hunger oder weil man ihm nichts zutraute. So stand er nie zuvorderst und zweimal blieb er sitzen. Dafür stand er oft im "Gschämi-Eggli", weil er wegen des langen Schulweges manchmal zu spät kam. Oder weil er die Aufgaben nicht richtig gemacht hatte, denn zu Hause gab es auch für die Kinder, viel zu tun. Auch war er in der Schule nicht der Schnellste, aber dafür schlief er während der Schulstunde manchmal schnell ein, weil am Abend zuvor, Mutters Heimarbeit noch bis spät in der Nacht zu Ende gemacht werden musste.

Nach der Schulzeit, mit fünfzehn, kam er als Knecht zu einem Bauern. Denn „wärche“ das konnte er, das hatte er gelernt. Nur lesen und rechnen ging nicht gut und darum gab es für ihn weder Arbeitsverträge noch Lohnabrechnungen. Doch reden konnte er noch viel schlechter und so sagte er meistens lieber nichts.

Auch mit einer Frau sollte es nicht klappen. Weil, sie hätte ihn schon fragen müssen. Aber darauf konnte Friedli lange warten. Vielleicht stand er darum manchmal stundenlang, am Sonntag nach der Kirche, mit verschlossener Miene bei der Hofeinfahrt zur Molkerei.
"Ein komischer Kauz, der Friedli" sagten dann die Leute. "Der steht immer herum, als ob er auf etwas warten würde".
Er kannte sie alle, die hoffärtige Frau des Gemeindepräsidenten, den geschwätzigen Herr Lehrer, der sich wichtig machte oder den stolzen Grossbauer, der den Mund nie voll genug bekam. Sie standen beisammen, scherzten und lachten, manchmal auch über ihn. Doch Friedli gehörte dort nicht dazu, so stand er halt besser abseits.
Manchmal sass er auch auf einer Bank entlang der Friedhofmauer und schaute den Auto zu, die vorbeifuhren.
"En Gueni halt" wie die Leute das nannten. Aber so ein Auto hatte er nie, nicht mal ein Velo. Vielleicht hat er davon geträumt, man weiss es nicht.

Unter der Woche oder gar abends ging er nie ins Dorf und schon gar nicht in ein Wirtshaus. Was hätte er dort machen sollen. Nur in die Kirche ging er am Sonntag immer. Nicht weil er verstanden hätte, was der Pfarrer da predigte, aber er spürte, dass er dort - in der "Knechtenbank" auf der „Männerseite“ ganz hinten - akzeptiert war.
Doch Willkommen war Friedli an keinem Ort - geduldet vielleicht, aber darauf wollte er es meistens nicht ankommen lassen. So blieb er lieber für sich und bei seinen Tieren. Die mochten ihn, denn sie machten keinen Unterschied zwischen arm und reich und es schien sogar, als ob der Einfachste ihnen am Liebsten war.

Auf dem Hof konnte er bleiben, auch als er nicht mehr alle Arbeiten verrichten konnte. Denn er war länger auf dem Gut, als der junge Bauer. Das verpflichtete und man behielt ihn, wie auch das alte Pferd, dem man das Gnadenbrot gab.
Aber mit der Zeit wurde es doch immer schwieriger und so musste er mit der Zeit gehen. Er geht ins Altersheim.
Ein eigenes Zimmer, tägliche Dusche, gute Küche und freundliche, weibliche Wesen, die zu ihm "Herr Fuchs" sagen - und das Zimmer wird gereinigt. Friedli strahlt, denn hier gefällt es ihm. Hier ist es schön. Schöner denn je und er freut sich über sein neues wunderbares Leben. Jetzt ist er so richtig glücklich.
Nun isst er mit Leuten am Tisch die er schon lange kennt, denen er aber bisher immer fremd war. Etwa mit der Frau des Gemeindepräsidenten, die halt unzufrieden ist und dauernd nörgelt, dem Schullehrer der schweigt, weil sein Gehirn die Worte nicht mehr findet oder dem übergewichtigen Grossbauer auf Diät, den man nun füttern muss.
Sie alle haben nichts mehr zu lachen, denn hier sind sie am Tiefpunkt angelangt. Sie sind an der Endstation des Lebens angekommen und warten nur noch auf den Tod. Ausser dem Friedli Fuchs, der ist hier aufgeblüht.
Denn nun gehört er auch dazu, jetzt ist er mitten drin und alle sind sie nun gleich.
Darauf hat er schon lange gewartet. Zufrieden lächelt er vor sich hin.





:-)

Samstag, 10. November 2007

Neuer Da-Vinci-Code?




Neuer Da-Vinci-Code?


Der italienischer Musiker Giovanni Maria Pala glaubt, in Leonardo Da Vincis Gemälde «Das letzte Abendmahl» aus dem späten 15. Jahrhundert, einen neuen "Da-Vinci Code" entdeckt zu haben.
So habe er zunächst fünf Linien eingezeichnet und dann bemerkt, dass die Brotlaibe und die Hände von Jesus und den Aposteln Noten darstellen könnten. Aber erst nachdem er die Noten von rechts nach links las entstand Musik - eine 40 Sekunden lange «Hymne an Gott».
Natürlich musste ich mir das sofort ansehen. (Und genau darum dauert bei mir am Morgen das Lesen der verschiedenen Zeitungen immer so lange). Also reiste ich virtuell schnell in die Dominikanerkirche „Santa Maria delle Grazie“ in Mailand, um den Höhepunkt in Leonardos malerischem Schaffen dank der Webseite:
HALTADEFINIZIONE
ganz genau anzusehen.

Also, es stimmt, etwas komisch sieht die Anordnung schon aus, jedenfalls bei uns am sonntäglichen Frühstückstisch sind die Brötchen wirklich nicht so schön „ufgreielet“. Aber ob sie Noten darstellen - weiss ich nicht - ich weiss nur, dass „die Püürli“ inzwischen steinhart sein müssen.
Übrigens, könnten die Hände der Apostel nicht auch Gitarrengriffe darstellen ……?
Blöd, dass ich nicht Gitarre spielen kann.



:-)

Freitag, 9. November 2007

Berühmter Dichter




Berühmter Dichter



«Hansli, nenne mir einen berühmten Dichter!»
«Achilles»
«Aber Hansli! Achilles war doch kein Dichter!»
«Wieso? Der ist doch wegen seiner Verse bekannt ...»



Wort-Ursprung: 
Achillessehne:
Die Achillessehne ist die dickste und stärkste Sehne des Menschen.
Die Namensgebung der Achillessehne, die bei starker Belastung zerreißen kann, ist in Anlehnung an die Sage von Achilles entstanden, einem Held der griechischen Mythologie. Dieser galt als unverwundbar, weil er als Kind in den Fluss Styx getaucht worden war. Nur an der Ferse, an der ihn seine Mutter bei dieser Aktion hielt, blieb er verwundbar. Ein Pfeil des Paris in diese Ferse tötete ihn.

(Quelle/Text: Wikipedia)


:-))

Paradiesvögel




Paradiesvögel

Ich bin in Zürich und sitze mit Freunden am Limmatquai in einem Strassenkaffee. Wir schauen interessiert dem bunten Treiben zu und kommentieren ab und zu die Vorbeigehenden.
"Ouw", sagt der junge Mann an unserem Tisch und schaut amüsiert hinter meinen Rücken.
"Da kommt Eine, nein, da darfst du gar nicht hinschauen. Diese roten Haare, der Hut, die Kleider!
Sein faszinierter Gesichtsausdruck und der Kommentar bewirkt bei mir natürlich genau das Gegenteil. Ich will hinschauen und so riskierte ich einen verstohlenen Blick zur Seite und harre der Dame, die da vorbeikommen soll.
„So wie die aussieht, also wirklich, da muss sie sich nicht wundern, wenn man über sie spöttelt,“ amüsiert sich nun auch mein Gegenüber und reckt belustigt den Kopf. „Die will doch nur auffallen, schau dir das an."
Das möchte ich ja gerne, aber nichts Aussergewöhnliches erreichte mein seitliches Blickfeld. Nur weiterhin modisch gekleidete Frauen, eintönig gewandete Herren und etwas bunter angezogene Touristen ziehen an meiner Seite vorbei.
"Wann kommt sie denn?" frage ich ungeduldig, denn mein Gwunder ist nun geweckt.
"Ach, sie nimmt drei Tische hinter uns Platz."
Blöd, denke ich, da entgeht mir doch prompt etwas Exotisches. Ich drehe mich um - natürlich wie „rein zufällig“, desinteressiert und mit gelangweiltem Gesichtsausdruck.
Ich erkenne sie sofort. La Lupa - die Wölfin - den Namen soll sie schon als Jugendliche bekommen haben, wie mir Wikipedia nachher verrät - eine Sängerin, geboren vor sechzig Jahren im Tessin. Doch nun lebt sie seit langem in Zürich und singt auf kleinen Bühnen und grossen Sälen, in Theatern, Gärten, Schlössern, Museen oder auf Plätzen, Terrassen, Dächern und Schiffen ... meist an kleinen kleinen, oft idyllischen Orten, manchmal aber auch an ungewöhnlichen Plätzen. So zum Beispiel, wenn sie vor dem Karfreitag, ihre Lamenti, die Klagelieder aus der venezianischen Pestzeit, von Stadtzürcher Kirchtürmen verbreitet. Dann singt sie vor grossem Publikum, sonst eher vor treuen Kennern.
Ihr aktuelles Programm heisst „Was für ein Glück glücklich zu sein“ - „Che fortuna essere felici“. Schön, nicht wahr?
Ich kenne sie leider nicht persönlich, nur flüchtig aus den Medien. Aber ich habe ihre kräftige und schöne Stimme schon gehört. Einige Lieder haben mir gut gefallen, aber bedauerlicherweise habe ich das Wichtigste nicht verstanden. Die Feinheiten ihrer Worte - melancholisch-tragische Texte, auf italienisch gesungene Gedichte.
Man sagt auch, La Lupa präsentiere keine Show, sie sei selbst eine - mit ihren farbenfrohen Outfits und ihrem speziellen Aussehen. Ein Paradiesvogel halt.
Aber mich faszinieren Paradiesvögel. Ich bewundere ihren Mut, ihr Selbstbewusstsein, ihre Unabhängigkeit. Oft sind sie halt ein bisschen unangepasst, vielleicht auch etwas schräg, aber immer sind sie sich selbst und meistens tun sie niemandem etwas zu leide.
Sind es nicht gerade diese Originale, die Abwechslung in den öden Alltag bringen? Sie, die Normen sprengen, Grenzen erweitern, Tabus brechen und dadurch für uns alle mehr Freiraum öffnen würden, um vielleicht selbst auch ein wenig individueller sein zu können.

Aber Paradiesvögeln geht’s halt fast wie einem ausgebrochenen Kanarienvogel, der, wie man sagt, in Freiheit nicht gut überleben kann. Denn die grauen Spatzen oder die schwarzen Raben hacken gerne auf bunte Sonderlinge.


:-)

Donnerstag, 8. November 2007




Übrigens.....



..... nur meine Lesebrille hat den Durchblick.




:-)

Bildbetrachtung




Bildbetrachtung




 Bildquelle: Andreas Dengs  / pixelio.de / Nr. 568781





Zuerst, liebe Freundin, ganz herzlichen Dank für deine elektronische Postkarte.
Sicher hast du ganz besonders sorgfältig, genau dieses sinnige Bild - mit dem aufgeschlagenen Buch auf einem kleinen Tischchen und der darauf abgelegten Lesebrille - für mich ausgewählt. Damit hast du, vermutlich wie beabsichtigt, meine Sehnsucht berührt. Denn als ich dieses Bild betrachtet habe, wurde mir warm ums Herz und meine Stimmung wurde für einen Moment besonders hoffnungsvoll, ja, fast feierlich. Weisst du auch warum?
Ich habe beim Betrachten, auf dem Bild noch viel mehr als die drei Elemente gesehen, die darauf abgebildet sind.
So sehe ich rechts neben dem Tisch mit der aufgeschlagenen Lektüre, einen Mann - etwas älter als ich - in einem ganz bequemen Stuhl sitzen. Ich vermute, dass er seit einiger Zeit im Buch gelesen hat. Dazu hat er ja nun nicht mehr viel Zeit, denn er weiss, dass seine Zeit bereits nahezu abgelaufen ist.
Im Hintergrund zählt das gleichmässige Ticken einer alten Standuhr unerbittlich die letzten Sekunden eines Lebens ab, während rechts von ihm ein grosses Holzscheit im offenen Kamin knistert und wohlige Wärme spendet. In seiner Front befindet sich ein grosses Fenster. Er hat die feinen Vorhänge zur Seite gezogen, damit die letzten spätherbstlichen Sonnenstrahlen sein entspanntes, ebenmässiges Gesicht noch etwas wärmen können. Seine ausgeprägten Gesichtszüge spiegeln die schicksalhafte Vergangenheit und die tiefblauen, warmen Augen ruhen mit einer gereiften Gelassenheit auf seinem besten Freund - der bereits kahlen, grossen Eiche - die mitten im abgeernteten Feld auf dem Hügel vor seinem Fenster steht. Ihre nackten, schwarzen Äste zeigen wir Mahnfinger in den blauen Himmel, und sie warten, im Gegensatz zu ihm, darauf, dass ihr Leben - dem Kreislauf der Natur entsprechend - in wenigen Monaten wieder aus dem Winterschlaf erwacht und weitergeht.
Der Mann, im ruhig stehenden Schaukelstuhl, trägt ein kariertes Hemd aus verschiedenem Blau und darüber eine halboffene, grauen Strickjacke. In der Hand hält er gedankenverloren eine Tasse Kaffee aus der er vorhin, einen kleinen Schluck genommen hatte, während seine Nase gleichzeitig das würzige Aroma einzog. Er wunderte sich dabei wie schon oft, dass ihm dieser aromatische Duft - auch nach so vielen Jahren und tausenden von Tassen - immer noch einen kurzen Moment der Glücks bescheren konnte.
Der Holztisch, auf dem nun das Buch liegt, ist mit einem naturfarbenen Tuch aus grober Leine bedeckt. Das Tischtuch ist mit mittelgrossen Quadraten bedruckt, in deren Mitte abwechselnd die Sonne, der Mond, Sterne oder Teile des Himmels dargestellt sind.
Genau dieser Bezug zum Unvergänglichen - der Erde, der Gestirne, der unendlichen Weite des blauen Himmels mit seinen wiederkehrenden Gesetzmässigkeiten, hat ihn angesprochen und bewogen, gerade heute dieses Tischtuch zu wählen.
Vielleicht zufälligerweise, passt es auch genau zum Inhalt, des aufgeschlagenen Buches, das er für diesen Moment zusammen mit seiner Lesebrille zur Seite gelegt hat, damit er über das soeben Gelesene nachdenken kann. Denn, nachdem er nun fast die Hälfte durchgelesen hat, weiss er, dass es sich dabei um ein sehr gutes und weises Werk handelt. Er ist sich sogar sicher, dass es für ihn das wertvollste und wichtigste Buch ist, das er je in die Hand genommen hat und er nun endlich gefunden hat, wonach er all die Jahre in hunderten von Büchern gesucht hatte...........


:-¦

Mittwoch, 7. November 2007





Was für eine super Idee!
(oder: Die besten Ideen haben immer die anderen)



Ich bin ganz begeistert von der Ausstellung von Beatrice Wicki.
Ich sah einen breiten Querschnitt durch ihr gesamtes Schaffen.

Am meisten beeindruckt bin ich von ihren „Sitzaufgaben“.
Dabei zerlegt (oder zertrennt, zersägt, zerteilt, zerkleinert und zerstückelt) sie Stühle in Einzelteile. Dadurch verliert der Stuhl seine Aufgabe als Sitz und somit auch seine Bezeichnung - wird aber, durch das kunstvolle Zusammensetzen der Stuhlteile, zu einem neuen Objekt und erhält die Bezeichnung Kunstobjekt.
Einfach erstaunlich, was für Künststücke solche Ruhemöbel vollführen können und welche interessanten Kunstwerke, mit viel Fantasie und der richtigen Bezeichnung aus gebräuchlichen Stühlen entstehen können. Welch ein Glück für jede alte, langweilige Sitzgelegenheit, die durch die schöpferischen Hände von Beatrice Wicki, zu einem vollkommenen Kunststück wird und nicht als Rauch durch den Kamin diese Welt verlassen muss, sondern mit einem fantasievollen Namen versehen, als teures Meisterwerk in der Kunsthimmel aufsteigen darf.
Einen Eindruck, dessen ich so beeindruckt bin, bekommt man auf der Webseite der Künstlerin:
http://www.be-a.ch/sitzaufgabe_n/index.html
Dabei sollte man es nicht versäumen, die Bilder der Objekte anzuklicken, damit man die neuen, äusserst kreativen Bezeichnungen von alten Stühlen erfahren kann.

So blöd !, dass ich nicht auf diese lukrative Idee gekommen bin, denn ich habe in meinem Leben doch schon so manchen alten Stuhl ausgemustert und manchmal sogar noch
dafür bezahlt.
Aber, mal überlegen - - - man könnte doch alte Möbelstücke auch zerhacken, zermahlen, zerbröckeln, zersplittern, zerhauen, zerbrechen, zerschneiden, zerschlagen, zerplatzen, zerdrücken, zermalmen, zerbeissen (?), zerknicken, zerstören, zerquetschen ………... oder einfach - - sprengen!


:-(




Faszinierend!


In einer zwölfstündigen Fotosession wurde die Christus-Passion von Gaudenzio Ferrari in der Kirche Santa Maria delle Grazie im italienischen Varallo auf 1.145 Einzelfotos digitalisiert.
Das Mega-Foto besteht aus 96.679 mal 89.000 Bildpunkten und hat eine Auflösung von 8,6 Milliarden Pixel. Es ist damit das wahrscheinlich größte digitale Foto weltweit.
Mit Zoomify ist es möglich, ähnlich wie von Google Earth gewohnt, die Flash-Anwendung stufenlos zu Zoomen - bis hin zum einzelnen Pinselstrich des Meisters.
So exakt lässt sich das Bild nicht einmal am Original-Schauplatz betrachten.
http://www.haltadefinizione.com/en/santamariadellegrazie/look.asp
Unter anderem, ebenfalls auf dieser Webseite:
Das letzte Abendmahl von Leonardo Da Vinci
http://www.haltadefinizione.com/en/cenacolo/index.asp



:-)

Montag, 5. November 2007






 


Wer will - der kann

Wer will - der kann
wer kann - der mag
wer mag - der beginnt
wer beginnt - der macht
wer macht - der zweifelt
wer zweifelt - der fragt
wer fragt - der weiss
wer weiss - der hat
wer hat - der darf
wer darf - der muss
wer muss - der soll
wer soll - der kann
Wer kann - was er will - will selten - was er kann.
©® Copyright by Herr Oter



:-)

Sonntag, 4. November 2007




Alles gesagt?



........ somit ist nun alles gesagt, was gesagt werden musste. Aber vielleicht, noch nicht alles, was gesagt werden sollte. Und ganz sicher ist noch nicht alles gesagt, was gesagt werden könnte. Denn gesagt werden könnte noch Einiges.....

Aber ich denke, man sollte nicht immer alles sagen, was man sagen könnte. Denn stell dir einmal vor, man würde nun wirklich alles sagen, was es zu sagen gäbe.......
Unvorstellbar wie viel „Gesagtes“, dass das ergeben würde. Haufenweise Gesagtes würde da um uns herumliegen. Und danach gäbe es ja gar nichts mehr zu sagen, wenn doch alles gesagt wäre. Also wenigsten für einige Zeit. Solange bis es wieder Neues zu sagen gäbe und das könnte dauern. Denn heutzutage denken doch viele, man sage besser nichts. Denn wenn man zuviel sagt, „sagt“ man sich vielleicht den Ast ab, auf dem man gerade sitzt.

Ich frage mich jetzt nur: Was würde wohl mit all dem Gesagten nun gemacht? Würde man es verwerten können oder einfach sinnlos herumliegen lassen? So, kreuz und quer, hier und dort, drunter und drüber..... Oder würde all das Gesagte einfach vergraben oder gar verbrannt? Gut, so wäre man es natürlich schnell los - ohne, dass es einem noch lange beschäftigen würde. So gäbe es wieder Platz und Ordnung und man wüsste davon nur noch vom Hörensagen.

Doch ich hätte lieber, man würde all das Gesagte etwas ordnen. So könnte man es doch zum Beispiel zwischen zwei Buchdeckel binden. So entstehen Bücher und nach einiger Zeit werden daraus Sagenbücher. Dann würde Ihr Inhalt - wie bei Sagen üblich - bald niemand mehr so richtig ernst nehmen.

Oder man könnte all das Gesagte doch auch einfach aufschichten. Einfach zu Beigen aufschichten wie das Holz. Dann würden daraus Holzbeigen. Aber nein, das geht leider nicht. Denn Holzbeigen sind nicht aus Gesagtem sondern aus Gesägtem.

So, das musste nun einfach mal zu diesem Thema noch gesagt werden.



:-)




Traumferien


Herrlich diese Wärme!
Endlich dem nassgrauen Novembernebel entflohen, räkle ich mich wohlig auf dem Badetuch und geniesse die feuchtwarme Atmosphäre. Statt der kalten Bise, huscht hier, einem Schatten gleich, ab und zu eine leichte, laue Brise über meinen Körper.
Die Zunge spürt auf den Lippen noch das Salz des ausgedehnten Bades und eine angenehme Müdigkeit breitet sich nun im ganzen Körper aus. So gönne ich ihm eine ausgedehnte Erholung, gebe meinen Gedanken freien Ausgang und lasse meine Seele baumeln. Ferienstimmung!
Fasziniert verfolge ich das Gezwitscher und die Rufe fremder Vögel, vermutlich aus dem Urwald, und lausche dem beruhigenden Rauschen des Wassers. Die hohe Luftfeuchtigkeit in diesem Klima lässt Schweisstropfen mit einem angenehm puppernden Gefühl an meinem Körper herunter perlen.
Trotz geschlossenen Augen schweift mein Blick über die wunderbare Landschaft und ich betrachte im Geiste den schier endlosen, weissen Strand mit dem feinkörnigen Sand und den drei schlanken Palmen rechts von mir. Auch sehe ich die lautlose Brandung mit seinen weissen Schaumkronen und dahinter verliert sich in einem nahtlosen Übergang das Meer, im tiefblauen Horizont. Ein ausgeglichener Farbverlauf vom ruhigen Ozeanblau zum wolkenlosen Himmelblau.
Postkartenidylle vor meinem geistigen Auge.
Ab und zu hört man das sachte Knarren von Holz, vermutlich von einem Fischerboot, das nach der getanen Arbeit des frühen Morgens, vertäut am Ufer vor sich hinträumt. Leise vernimmt man flüsternde Stimmen, vielleicht von rücksichtsvollen Einheimischen.
Erholung pur! Ein Gefühl des Glücks durchflutet den Körper und die salzigen Lippen bewegen sich stumm zu einem dankbaren Gebet.
Nun wird die Hitze aber langsam doch unerträglich und so schlage ich die Augen auf, raffe mein Badetuch zusammen und verlasse das Sanarium. Traumferien in einer Sauna, mitten in der Stadt, an einem trüben Novembertag.



;-)

Samstag, 3. November 2007




Small World 

von Martin Suter




Kurzbeschreibung
(ein Fremdtext)
Konrad Lang steht seit Jahren im Dienste der Familie Koch. Die Kochs sind sehr reich, den sie führen einen riesigen Konzern. Elvira Koch, Witwe des Gründers der Kochwerke, nahm Konrad als Kleinkind zu sich auf, als dessen Mutter sich einfach aus dem Staub gemacht hat. Doch sie bevorzugt ständig ihren eigenen Sohn, Thomas Koch. So musste Konrad (genannt Koni) schon als Kind immer das mitmachen, was Thomas auch tat. Ausgemacht hat das Koni jedoch nie allzu viel. Auch später steht er der Familie Koch stets als Handlanger zu Diensten. Er ist Hausmeister von Ferienhäusern der Familie, etc.. Warum die Kochs Koni immer mit durchziehen, versteht eigentlich keiner so recht. Elvira begründet es immer damit, dass sie Mitleid mit ihm habe. Aber eigentlich steckt ganz was anderes dahinter. Etwas, das schon lange Zeit zurückliegt und an das sich am besten niemand mehr erinnert soll, da dies für die Kochwerke gefährlich werden kann. Wie unpraktisch, dass Koni im fortgeschrittenen Alter an Alzheimer erkrankt und sich immer mehr in den vergangen Tagen wieder findet und davon plaudert... So nimmt das unheil seinen Lauf

Mein Kommentar:
Eines der besten Bücher die ich gelesen habe.
Positiv:
Verständnis für Alzheimer, Einsicht in Industriellengesellschaft, Gesellschaftskritik und alles verpackt in einen Krimi, ab dem ersten Drittel spannend, sehr grosses Fachwissen, sehr gut recherchiert
Negativ
Am Anfang ziemliche Verwirrung durch sehr viele Namen. (oder leide ich etwa auch schon an…)
Auch oft abrupte Wechsel von Ort, Zeiten und Geschehen

Meine Bewertung:
6 von 6
Suter, Martin: Small World
Taschenbuch:
323 Seiten
Verlag:
Diogenes Verlag; Auflage: 25., Aufl. (Oktober 2000)
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3257230885
ISBN-13:
978-3257230888


:-)



Zusammen ist man weniger allein 

von Anna Gavalda






Kurzbeschreibung:

Philibert (36) ist eigentlich ein Genie. Doch sobald er mit anderen Menschen spricht, gerät er gewaltig ins Stottern. Camille (26), dürr wie eine Bohnenstange, arbeitet als Putzhilfe. Keiner, der sie einmal malen gesehen hat, versteht das, denn sie ist ein Genie. Und Franck (34), der als Koch in einem Gourmet-Lokal schuftet, ist ein kleines, ruppiges Großmaul, mit einem grossen Herz.
Zu dieser illustren Wohngemeinschaft gesellt sich eines Tages noch Francks Großmutter, die 83-jährige Paulette. Nach einem Unfall sollte sie eigentlich ins Altersheim abgeschoben werden. Diese vier, denen im Leben noch nicht allzu viel Menschlichkeit oder gar Glück begegnet ist, teilen miteinander bald mehr als nur Wohnung und Kühlschrank, denn ''zusammen ist man weniger allein''.

Mein Kommentar
Eines der schönsten Bücher, die ich gelesen habe. Jeder Satz ist liebevoll geschrieben und die wunderschönen Beschreibungen der Charaktere und Handlungsplätze versetzen einem ins Geschehen als ob man dabei wäre.
Kein spektakuläres Buch, aber eines, bei dem man sich während des Lesens immer wieder wünscht, dass einem solche Menschen begegnen möchten, wenn man alleine ist oder sich alleine fühlt.
Kein Wunder also, dass es über 50 Wochen auf der Bestseller-Liste des Spiegel stehen durfte.
Zwei Bemerkungen noch, die mich speziell betreffen:
Beim Lesen dieses Buches habe ich wieder einmal mehr gemerkt, dass ich den schönsten Beruf der Welt hatte. Vielleicht hätte ich ihn einfach etwas anders ausüben sollen, mehr als Kunst statt als Broterwerb. Z
udem sind Köche vielleicht einfach auch andere Menschen, Menschen mit einer harten Schale und einem gefühlvollen Kern.
Zweitens, hätte ich bis heute je ein Buch geschrieben, dann am liebsten dieses und würde ich je ein Buch schreiben, dann hoffentlich ein solches.
Übrigens gibt es inzwischen auch ein Film davon. (Etwas zu vergleichen mit „Die fabelhafte Welt der Amélie und ebenfalls mit der anmutigen Audrey Tautou in der Titelrolle)


Meine Bewertung: 6 von 6

Gavalda, Anna: Zusammen ist man weniger allein

Broschiert:
558 Seiten
Verlag:
Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 10., Aufl. (Oktober 2006)
Sprache:
Deutsch
ISBN-10:
3596173035
ISBN-13:
978-3596173037



:-)