.

Montag, 19. Mai 2008



Wie ich das sehe:
Jeder lobt dich nur seinetwegen!
Sei es aus Unkenntnis, eigenem Unvermögen, aus Grosszügigkeit

oder weil er etwas von dir will.


:-)

Donnerstag, 15. Mai 2008





Das Glück ist in uns!

Wie wäre es sonst möglich, 
dass ein Bettler lächeln kann?

Der Schauspieler und Autor 
Curt Goetz (1888-1960)




:-)

Montag, 12. Mai 2008



Reden sollte man nur über das,
was man kennt.
Und man kennt das, 
was man erlebt 
und gesehen hat.


Heute reden viele vor allem über das,
was sie vom Fernseher kennen,
als ob sie das erlebt und gesehen hätten.
… meint Herr Oter


:-)

Dienstag, 6. Mai 2008





Wer die Vergangenheit ignoriert,
kann die Zukunft nicht sinnvoll gestalten.

sagt Ellen Ringier



:-)

Donnerstag, 1. Mai 2008



KAUF-KRAFT


Wer kauft, 
was er braucht, 
kann immer kaufen, 
was er braucht.

Wer kauft, 

was er nicht braucht, 
muss verkaufen, 
was er braucht.

(Sprichwort)


:-)

Freitag, 25. April 2008





ENT-DECKE DICH SELBST!
Doch welche Decke muss dafür weg?
(Aufdecken zum Entdecken)




:-)

Donnerstag, 24. April 2008





Neues Tierschutzgesetz


Der Bundesrat will definitiv kein Kampfhunde-Verbot. Aber strengere Vorschriften für Wellensittiche und Meersäuli. Sie dürfen in Zukunft nicht mehr alleine gehalten werden.
Diese Neuerung bringt mich nun in arge Bedrängnis und wirft Fragen auf:
Denn letzthin ist leider eines meiner beiden Meersäuli, vermutlich aus Altersschwäche, gestorben.
Muss ich nun das Zweite (es heisst "Wuschali") töten, weil es alleine nicht mehr gehalten werden darf?
Würde ich ein Junges dazu kaufen, hätte ich in ein paar Monaten, wenn das "Wuschali" stirbt, das gleiche Problem. Ich müsste wieder ein Junges dazu kaufen- und so weiter - endlos.
Dabei möchte ich, nach dem „Wuschali“, gar keine Meerschweinchen mehr.
Gibt es für solche Fälle vielleicht irgendwo "Leihmeerschweinchen"?
Ich habe mir auch überlegt, ob ich meinem „Wuscheli“ vielleicht einen ausgestopften Artgenossen in den Käfig stellen soll. Dem „Wuschali“ würde es vermutlich nicht viel bringen, denn es ist klug und würde sich nicht so leicht übertölpeln lassen. Aber so könnte ich vielleicht einer Anzeige von Denunzianten entgehen. Möglicherweise liesse sich dadurch, ja sogar eine periodische, bundesamtliche Hauskontrolle täuschen.
Natürlich könnte ich mein „Wuschali“ auch freilassen. Aber ich habe Angst, dass es von einem bösen Hund gefressen würde. Das würde mir das Herz brechen.
Gibt es eine Lösung des Problems?




:-)

Mittwoch, 23. April 2008


200 Kilogramm Mais
werden benötigt, um Ethanol für
655 Auto-Fahrkilometer
zu produzieren. Von dieser Menge könnte sich
1 Mensch - 1 Jahr lang
ernähren!!!

(Aber, die meisten haben Polenta ja sowieso nicht gerne, oder?)



:-((

Freitag, 18. April 2008

Unsere „Jöööö“ - Gesellschaft




Unsere „Jöööö“ - Gesellschaft

Wenn ein frecher, unverbesserlicher Bär - der dem Menschen immer wieder gefährlich nahe kommt - abgeschossen wird, gibt es einen tagelangen Aufruhr im Land, eine staatspolitische Auseinandersetzung mit Italien und sogar mehrfache Morddrohungen für die Verantwortlichen.
Aber, wenn täglich tausende Tiere zum Verzehr geschlachtet werden, finden es alle normal und kein Mensch interessiert sich dafür.
Scheinbar ist nicht jedes Tierleben gleich viel wert.
Übrigens, gemäss dem Bundesamt für Statistik, wurden im Jahr 2005 nur im Inland über 14’ooo Schlachttiere (ohne Importe, Wild, Kaninchen, Geflügel und Fische) pro Werktag für die Fleischproduktion getötet. Ein Bär war zum Glück nicht darunter.




:-((

Sonntag, 13. April 2008








Oft kommt das Glück zu einer Tür herein,von der man gar nicht wusste, 
dass man sie offen liess.

Der amerikanische Schauspieler John Barrymore (1882-1942)



:-)

Samstag, 12. April 2008

Donnerstag, 10. April 2008




 
Bibliothek im Kloster Wiblingen


 

Ein Raum ohne Bücher
ist ein Körper ohne Seele.
von Marcus Tullius Cicerorömischer Schriftsteller, Politiker und Jurist
*03.01.0106 v. Chr. †07.12.0043 v. Chr.


:-))

Freitag, 4. April 2008






Wen man schlafen sah,
kann man nicht mehr hassen.

 
Der Autor und Philiosoph Elias Canetti (1905-1994)




:-)

Montag, 31. März 2008

Freitag, 21. März 2008

Der Schachspieler und der Maler



Der Schachspieler und der Maler



Ein weltberühmter Schachspieler hatte einen Freund, der war Maler.
Dieser malte zwar prächtige Bilder, aber trotzdem war der Künstler sehr arm, weil er keines davon verkaufen wollte. Aber ab und zu verschenkte er eines.
Auch malte er schon seit langer Zeit immer das gleiche Motiv - wunderschöne, bunte Regenbogen auf zartblauem Hintergrund.
Der reiche Schachspieler unterstützte seinen mittellosen Freund ab und zu und der beschenkte ihn manchmal mit einem seiner Bilder.
Doch das schönste Bild des Künstlers war seine bunte Seele, die er in sich trug und die sich fortwährend in seinem Gesicht widerspiegelte, so dass alle Menschen von seiner Persönlichkeit fasziniert waren. Diese Ausstrahlung seines Freundes beeindruckte den genialen Schachspieler am meisten und er war sehr stolz darauf, so einen beliebten und gütigen Menschen als Freund zu haben.
Denn der geniale Schachspieler war eher unbeliebt, weil er ständig gestresst und vor grossen Turnieren immer sehr nervös war. Aber als weltbekanntes Genie mit grossem Erfolg war er eine immense Gage wert und so lastete auf ihm vor wichtigen Kämpfen, ständig ein sehr grosser Druck. Darum war er auch oft mit seinen Liebsten unausstehlich und viele gingen lieber auf Distanz zu ihm.
Schon mehrmals hatte er den Maler gefragt, woher er seine aussergewöhnliche Seele habe. Aber der lächelte ihn immer nur freundlich an und schwieg.
Doch der Schachspieler war stur und liess ihm keine Ruhe. Er drängte immer öfter auf einen Antwort. Zudem hatte er auch keine andere Wahl, denn sein mürrisches Benehmen nahm immer mehr Besitz von ihm und dagegen musste er etwas tun, wollte er nicht noch seine letzten Freunde verlieren.
Als er wieder einmal ganz verzweifelt wissen wollte, woher der alte Maler seine aussergewöhnlich bunte Seele habe, fragte sein bescheidener Freund zurück: „Kamerad, weisst Du, woher du deine mathematische Begabung hast?“
Der erfolgverwöhnte Schachspieler wurde immer unglücklicher. Ihm gefiel seine eigene Lebensweise immer weniger und die Freude am königlichen Spiel hatte er auch verloren. Am Ende begann er, sich selbst nicht mehr zu gefallen. Er fand sein Leben grau, seine Seele einfarbig und seinen Reichtum nutzlos. Er war einsam und traurig und daran konnte auch sein vieles Geld nichts ändern. Er wurde krank und konnte seinen Freund nicht mehr in seinem Atelier besuchen.
Als der greise Maler davon erfuhr, nahm er einen Regenbogen und besuchte damit seinen kranken Freund. Er erzählte ihm am Krankenbett folgende Geschichte:
„Früher war ich einmal ein berühmter Maler, der seine Bilder teuer verkaufen konnte. In den klotzigsten Galerien waren sie zu finden, auf den grössten Auktionen wurden Spitzenpreise dafür bezahlt und in den kolossalsten Museen hängen sie noch heute.
Aber die Leute wollten immer mehr von mir, die Techniken sollten immer raffinierter und die Farben immer leuchtender werden. Dabei wurde um mich herum alles immer grauer und düsterer.
Da brach ich eines Tages auf in die Natur, weil ich einen Regenbogen malen wollte. Lange sass ich da, bis sich in der Ferne endlich einer zeigte. Ich wollte näher hin und so ging ich ihm entgegen. Ich lief und lief und doch kam ich nie, zu ihm hin.
Bald hatte ich mich verlaufen, war irgendwo in einer Wüste und wusste nicht mehr zurück. Da fand ich eine kleine Oase und blieb dort jahrelang. Zuerst malte ich, was ich sah: Sand und Dünen, braunes Gehölz, weisse Wolken und auch die dunkle Nacht mit den winzig kleinen leuchtenden Sternen. Andere Farben gab es in der Wüste kaum. Bald waren diese Farbtöpfe aber aufgebraucht und übrig bleiben nur noch Rot, Gelb und Blau.
Da begann ich aus der Erinnerung den Regenbogen, der mich hierher geführt hatte, zu malen. Noch nie hatte ich die Farben so schön leuchten gesehen, wie hier in dieser Einöde.
Stundenlang starrte ich, in der glühenden Sonne sitzend, fasziniert darauf und auf einmal wurde der Regenbogen zu einem farbigen Strudel der mich unweigerlich in sich hineinzog und ich verschwand damit ins Bild hinein. Ich kam aber nicht etwa auf der Rückseite des Gemäldes wieder hinaus. Nein, ich war in eine andere Welt geraten – ganz anders als die unsere und noch viel besser. Sie war wunderschön, voll Glück, Harmonie und Frieden - ich musste ins Paradies gekommen sein.
Im ersten Augenblick habe ich mich erschrocken. Ich fand mich nicht zurecht und ich verstand die Sprache dieser Welt nicht. Doch die Menschen dort erwiesen sich als sehr freundlich und ausserdem drückten sie ihre Gedanken nicht mit Worten aus. Sie malten und so verstanden sie sich untereinander viel besser, als wir mit unseren zahlreichen Sprachen. Ihre Farben verschwammen ineinander und mischten sich, alle Schattierungen waren möglich und so bildeten sich ganz neue Farbtöne. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt und alles schien in dieser Bildsprache möglich. Sehr schnell begann ich sie zu verstehen. Die Bewohner waren herzlich und begabt und ausserdem verstanden sie viel von menschlichen Seelen…“
„Bist du ins Paradies der Maler geraten?“ unterbrach ihn der Schachspieler.
„Ja, so muss es wohl gewesen sein“, sagt der Maler mit einem weisen Lächeln.
„Mir gefiel es dort so gut, dass ich nicht mehr zurück kehren wollte. Aber man gab mir zu verstehen, dass es für mich noch viel zu früh war und ich hier noch einiges zu erledigen hätte. Ich musste wieder gehen. Zum Trost aber gab man mir meine bunte Seele als Geschenk mit. Damit soll ich mich immer an sie erinnern und mich ständig aufs Paradies der Maler freuen.“
„Ich weiss nicht wie, aber plötzlich lag ich im Wüstensand, nahe an meiner Oase. Ich packte meine Sachen zusammen und begann in eine Richtung zu laufen und bald kam ich in eine fremde Stadt. Es war diese hier.
Mein Gesicht war durch die gegerbte Haut und den weissen Bart nicht mehr zu erkennen und inzwischen war ich auch für Verschollen erklärt worden. Das war mir Recht so, denn mit meinem früheren Leben wollte ich nichts mehr zu tun haben. Reichtum und Besitz waren für mich nicht mehr wichtig - Friede und Zufriedenheit umso wichtiger.“
Die Augen des Malers leuchteten und der Schachspieler war nun auch ganz aufgewühlt.
„Meinst du, dass es auch ein Paradies der Schachspieler gibt?“, fragt er den Maler ganz aufgeregt.
„Ich denke, dass es für jeden, der daran glaubt, ein Paradies gibt“.
„Und - kann ich es auch finden?“, fragt der kranke Mann.
„Ich glaube - jetzt schon“, sagt der alte Maler, „darum habe ich dir diese Bild hier mitgebracht. Es ist der Regenbogen, den ich damals in der Wüste gemalt hatte. Nimm ihn zum Dank, denn es ist der Schönste von allen.“
Und mit einem zufriedenen Lächeln, schliesst der greise Maler seine müden Augen.

©® Copyright by Herr Oter



:-)

Donnerstag, 20. März 2008

Dienstag, 11. März 2008




Eine Zeitfrage


Ein Mann der es wissen muss, erklärte mir heute, dass eine Wohnung auf der dritten Etage ohne Aufzug, kaum mehr zu vermieten ist.
Ich frage mich nun:
Ist das darum so, weil die Mieter die Zeit zum Treppensteigen gar nicht mehr haben - weil sie vielleicht soviel arbeiten müssen, um sich eine Wohnung mit Lift überhaupt leisten zu können?


:-(

Donnerstag, 6. März 2008





Wie viel kostet ein Menschenleben?

Durchschnittlich 3,1 Million Dollar pro Person erhielten die Hinterbliebenen der Opfer
des 11. September, die Angehörigen eines im Irakkrieg getöteten amerikanischen Soldaten erhalten 100.000 Dollar, die Familienmitglieder eines getöteten irakischen Zivilisten erhalten von der amerikanischen Regierung maximal 2.500 Dollar - wenn überhaupt.



Aktuelles Buch von Jürgen Todenhöfer:  
Warum tötest du, Zaid? (Bertelsmann-Verlag)




:-(

Mittwoch, 5. März 2008

Lesende Autoren = ENTLADE NEUROSE




Lesende Autoren = ENTLADE NEUROSE
Ein Anagramm (Buchstabenumstellung)


Immer wieder erstaunlich, welch originellen Aussagen mit Anagrammen zustande kommen.
Hier ein paar Beispiele aus dem Gebiet der Literatur:
(Anagramme in GROSSBUCHSTABEN)

lesende Autoren =
ENTLADE NEUROSE,
oder
NOT AUSLEERENDE,
vielleicht eher
LAEUTENDE ROSEN,
aber auch
RESOLUTE DAENEN,
oder gar
TREULOSE DAENEN

Autoren lesen =
TON AUSLEEREN

Autorenlese =
LEERE AUS NOT,
das ergibt so manchen
SEELENAUTOR.

Poesie vortragen =
OPERATIVE SORGEN
eröffnen oder eher
VORGARTEN POESIE
aufsagen oder ein
VORRAETIGEN EPOS
hervorbringen

Dichtkunst =
DICH TUNKTS
(wenn auch mit kleinem Schreibfehler im Anagramm)

Dichtkunst vorlesen
ergibt als Anagramm auch KUNSTLOS VERDICHTEN
oder HOLST NUN VERDICKTES?
Solches erträgt man VORTEILS KNUTSCHEND.
Darum sollte man es nicht am SCHULKIND VORTESTEN.
Aber auch diesen Hinweis:
Einen - DEVOTEN LINKSRUTSCH - VERSCHONT STILKUNDE - nicht immer.

Übrigens:
Am kommenden Wochenende (7.-9. März 2008) finden in der Stadtmühle Willisau die 3. Zentralschweizer Literaturtage statt.

Lesende Autoren =
ENTLADE NEUROSE ???

(Hoffentlich nicht!)



:-))

Wolkenkuckucksheim




Wolkenkuckucksheim

Wer in einem Wolkenkuckucksheim lebt, der hat völlig weltfremde Vorstellungen.
Der Begriff ist der Name eines Vogelstaates in den Lüften, den der griechische Komödiendichter Aristophanes (er lebte um 448 bis etwa 385 vor Christus in Athen) in der Bühnen-Komödie Die Vögel (erstmals aufgeführt im Jahr 414 v. Chr.), gegründet hat.
Es stellt eine Lehnübersetzung des altgriechischen Νεφελοκοκκυγία Nephelokokkygia dar.
Das deutsche Wort findet sich erstmals 1814 beim Philosophen Schopenhauer.
Synonyme zu Wolkenkuckucksheim:
Luftschloss, Fantasiereich, Märchenwelt, Traumgebilde, Traumwelt, Utopia, Wunderwelt
Inzwischen lässt sich auch eine gleichnamige Architekturzeitschrift finden.



:-))

Dienstag, 4. März 2008





Es geht doch auch so…
oder wie schnell man Autorenrechte verletzt.

Ende November 2007 habe ich im Internet das bekannte Gedicht:
„Ich wünsche dir Zeit“, geschrieben von Elli Michler, gelesen.
Darüber habe ich hier im Blog folgendes geschrieben:
Diese Reime drücken wunderschön und sehr genau, meine Wünsche für meine Zukunft aus, als ob sie für mich persönlich geschrieben worden wären. Treffender und poetischer kann man es nicht ausdrücken.
Darum habe ich diese bekannte Dichtung hier aufgenommen und mir erlaubt, die Worte „dir, dich, dein“ durch „mir, mich, mein“ zu ersetzten.
„Es geht doch auch so“, habe ich mir gedacht und schnell war das wunderschöne Gedicht in die „1. Person“ abgewandelt und mit ein paar zusätzlichen „e“ s unnütz ergänzt. Versehen mit kurzen Angaben über die Autorin und der Nennung des Originaltitels, habe ich das entfremdete Gedicht (denn es wurde ja geschrieben, um anderen Gutes zu wünschen) trotz Copyright ziemlich bedenkenlos im Blog veröffentlicht.
Vor kurzem erhielt ich nun eine sehr nette Mail von der Tochter der Autorin.
Darin sendete mir Frau Barbara Michler viele zusätzliche Informationen über ihre Mutter, die übrigens im Februar ihren 85. Geburtstag feiern konnte.
Dabei machte sie mich mit einem augenzwinkernden „
Smiley” auch ganz freundlich auf die problematische Veröffentlich von geschützten Werken aufmerksam. Denn der Text durfte ja eigentlich nur mit Genehmigung des Verlages (Don Bosco Verlag München) veröffentlicht werden.
Wo andere mit Anwalt und Schadensatzforderung gedroht hätten, machte mir Frau Michler zur Problemlösung den grosszügigen Vorschlag, dass ich meinem Eintrag wenigstens noch den Link zur HP der Autorin Nelli Michler hinzufügen solle. Es geht eben auch so!
Natürlich habe ich das Gedicht sofort aus dem Blog genommen. Gleichentags habe ich auch Frau Michler zurück geschrieben, mich entschuldigt, mich für ihre Rücksicht bedankt und gefragt, ob ich darüber hier auch eine kleine Kolumne, mit einem Link auf das Gedicht, schreiben dürfte. Denn es geht doch auch so!
In ihrer charmanten Antwort hat mir Frau Barbara Michler grosszügig die Wahl gelassen, eine Kolumne zu schreiben oder den früheren Beitrag (trotz Abänderungen) mit einer zusätzlichen Verlinkung auf das Original wieder zu aktivieren. Doch das ist für mich nun nicht mehr möglich, auch wenn ich nun das Rechte dazu bekommen habe. Denn durch den Briefwechsel ist mir inzwischen klar geworden, dass bei jeder Weitergabe der Verse - auch wenn dabei nur kleinste Veränderungen vorgenommen werden - sich im Laufe der Zeit, der Text am Ende völlig verändert hat. Frau Michler schrieb dazu:
Das ist wie beim alten Spiel "Stille Post". Das betrifft nicht nur die Änderung der Person, sondern auch klitzekleine Änderungen der Wortformen, die dann den Rhythmus zerstören etc.
Gedichte von Elli Michler wurden sogar schon mit falschen Autorenangaben verbreitet. 
Hinweise dazu findet man bei: christian-morgenstern.de oder bei ihrem Gedicht „Vier Kerzen“
Ich habe mich darum für diese Kolumne entschieden. Denn es geht doch auch so!
Damit aber niemand auf das schöne Gedicht verzichten muss, kann man es mit folgendem Link im perfekten Original lesen:
„Ich wünsche dir Zeit“ von
Elli Michler zu finden auf www.ellimichler.de
Aus: Elli Michler, Dir zugedacht, Wunschgedichte, © Don Bosco Verlag, München, 19.Aufl. 2004
Und wie gesagt:
Diese Reime drücken meine Wünsche für meine Zukunft wunderschön und sehr genau aus.
Treffender und poetischer kann man sie einfach nicht beschreiben.
Darum ganz herzlichen Dank an Elli Michler für ihre wunderschönen Gedichte, aber auch an ihre besonders nette Tochter Barbara Michler - nicht zuletzt für ihre Bemühungen um das Werk ihrer Mutter.


;-)

Samstag, 23. Februar 2008

Eine Zugreise?




Eine Zugreise?

Plötzlich wird es hell.
Bin ich jetzt aufgewacht?
Ich sitze in einem Zug, der soeben einen Tunnel verlassen hat. Der Zug ist lang, unendlich lang. Die letzten Wagen sind noch im Tunnel, die ersten schon wieder im Nächsten.
Ist das ein Kreislauf? An die Zeit im Tunnel habe ich keine Erinnerung. Auch nicht an das, was vor dem Tunnel war - doch gerade das hätte mich besonders interessiert.
War da überhaupt etwas? Jedenfalls bin nicht freiwillig eingestiegen, ich wurde hinein gezerrt. Doch - ich bin liebevoll empfangen worden.
Stehe ich am Anfang einer weiten Reise. Oder ist es das Ende der Letzten? Der Zug, anfangs noch gemächlich, kommt nach den ersten Stationen immer mehr in Fahrt. Er wird schneller und schneller, bald ist er rasend schnell.
Kann man ihn auch etwas bremsen?
Manchmal habe ich Angst, dass er die Spur verliert oder dass eine Weiche falsch gestellt wurde und ich das Reiseziel verfehlen könnte.
Aber wer stellt denn überhaupt die Weichen?
Das Reiseziel scheint bekannt zu sein, denn der Zug steuerte unbeirrt darauf zu.
Doch wer steuert diesen Zug?
Man kann weder die Lokomotive, noch den Lokomotivführer sehen.
Ist er eigentlich vertrauenswürdig und hat er alles im Griff?
Signale sind zwar da, ein Steuerrad hat man keines. Zeichen sieht man, Regeln gibt es auch.
Doch sehen sie die Anderen ebenfalls und halten sich daran? Anfangs sind die Geleise glatt und eben, die Zugmaschine voller Kraft und gut geölt. Später wird der Schienenstrang holpriger und der Antrieb schwächer, so dass die ganze Komposition ächzt und quietscht. Gibt es auch Ersatzteile und Oel für das Getriebe?
Mal geht es bergauf, mal geht’s bergab, doch meistens zum Glück, ebenmässig. Bei engen Kurven wird man an die Wand gedrückt, vielleicht auch unverhofft zurückgeworfen, aber oft sieht man die Wende kommen und man findet sein Gleichgewicht schnell wieder. Je länger die Reise dauert, desto besser geht das.
Hat man dazugelernt? Kann man überhaupt dazulernen? An vielem bin ich vorbeigerast, habe es kaum bemerkt. Manchmal habe ich zwar auch etwas Wichtiges erkannt, doch wollte ich es grad nicht sehen und als ich das nächste Mal hinsah, war es bereits vorbeigezogen. Vollbremsungen sind aber nicht möglich und zurück - undenkbar. Gefahren ist gefahren - dieser Zug fährt immer weiter.
Wird er je zum Stehen kommen? Im Abteil fand ich einen Fahrplan, doch darauf sind nur die vergangenen Stationen aufgeführt. Die Kommenden sind nicht bezeichnet.
Nur der nächste Tunnel hat einen Namen, aber keine Ankunftszeit.
Er heisst "Der Tod".
Ist dort die Endstation? Oder geht die Reise weiter? Oder beginnt die grosse Reise dort etwa erst? An vielen Stationen ist der Zug vorbei gekommen. An keiner hat er zum Glück haltgemacht.
Trotzdem sind oft Mitreisende zugestiegen, andere haben den Zug verlassen, nur ich konnte nicht aussteigen. Einmal habe ich es versucht, - bei fahrendem Zug! - etwas hat mich zurückgehalten.
War es der Schaffner?
Denn einen Schaffner gibt es, ich habe ihn zwar nie gesehen und doch kam er manchmal vorbei - hat kontrolliert, geprüft, gelobt und oft getadelt. Selten war er mit mir ganz zufrieden.
Er nennt sich - "Das Gewissen".In meinem Abteil sitzen noch andere Fahrgäste. Anfangs waren es nur wenige. Dann wurden es mehr und einmal gab es sogar fast ein Gedränge. Doch mit der Zeit wurden es wieder weniger - am Schluss blieb ein knappes Dutzend.
Waren das die Treusten? Einige der Fahrgäste blieben lange, andere nur ganz kurz - ein ständiges Kommen und Gehen. Doch ich weiss nicht, welche für mich wichtiger waren.
Etliche habe ich gut kennen gelernt, doch niemanden kannte ich wirklich, denn ein Geheimnis hat jeder.
Werde ich sie jemals wieder treffen oder hatte ich sie schon mal gesehen?
Ein paar haben mich berührt, andere ziemlich kalt gelassen, doch von jedem habe etwas bekommen.
Konnte auch ich ihnen etwas geben?
Viele Wünsche habe ich erfüllt, mal besser, mal schlechter - andere liess ich unbeachtet liegen.
Doch wessen Wünsche waren das - meine oder ihre?
Bei manchen fiel der Abschied leicht, bei Anderen schwerer, bei Einigen jedoch war er besonders schmerzhaft. Aber jeder Fahrgast hat halt sein eigenes Reiseziel. Ich durfte sie nur ein Stück begleiten.
War das der Sinn der Reise? Oft war es laut, selten zu still und viel Lautes hätte ich gerne nie gehört. Doch manchmal vernahm ich ganz feine Töne und leise, weise Worte.
Manchmal bin ich eingeschlafen, oft wach gelegen. Beim Schlafen zu träumen war meistens schrecklich, nur die Tagträume waren wunderschön.
Wann war es Traum, wann Wirklichkeit - wann Illusion, wann Geschehen?
Oder war alles nur ein langer Traum in einem anderen Sein?Ich kann mein Abteil nicht wechseln, nur das eine ist für mich bestimmt. Die Einrichtung kann zwar etwas umstellt werden, doch der Charakter ist gegeben.
Gerne hätte ich auch in andere Abteile gesehen. Vielleicht sieht es dort ganz anders aus, aber das war leider nicht möglich, denn selten zeigt jemand sein Innerstes.
Gab es Mitfahrende die schon mehrere Reisen hinter sich hatten? Draussen vor dem Fenster zogen Landschaften vorbei. Manchmal waren sie grün, dann wieder weiss. Manchmal war es Frühling, einmal weniger wurde es Herbst.
Wie viele Sommer waren es?
Durch das Fenster konnte man sich auch hinauslehnen, manche machten das, doch denen blies ein harter Wind entgegen. Den musste man auszuhalten können. Doch gesehen haben sie mehr.
Mal war es hell, die Sonne schien, auch kam die Nacht - doch ganz Dunkel wurde es nie, denn das Sonnenlicht spiegelt sich immer in den Sternen.
Oft war es trüb und Regen fiel, auch gab es dicke Wolken mit Sturm, Blitz und Donner, doch von einer Sintflut wurde ich verschont.
Was kann man auf dieser Reise tun?
Staunen, lernen, geben und nehmen, sich auf die Ankunft vorbereiten. Wird es dort einen Bahnhofsvorsteher mit roten Mütze, Pfeife und Signalkelle geben? Und in welche Richtung wird die Kelle zeigen, wenn er in die Pfeife bläst? Nach unten oder nach oben? Mein Abteil fährt in den nächsten Tunnel ein, es wird ganz dunkel.Plötzlich wird es hell.
Bin ich jetzt aufgewacht?


©® Copyright by Herr Oter



:-¦

Freitag, 22. Februar 2008




Ob ein Leben gelingt oder nicht, ist
- bei allem guten Willen und aller Anstrengung - 
weitgehend eine Glücksache.

 

denkt Herr Oter (nach reiflicher Überlegung) .


Dazu meint er:
Für den Versager soll das ein Trost sein -
der Erfolgreiche wird mit dieser Erkenntnis leben können.



;-)

Samstag, 16. Februar 2008

Firmennamen




Firmennamen 


IKEA
Besteht seit aus den Anfangsbuchstaben des 17-järigen, schwedischen Gründers:
I
ngvar Kamprad, seines Elternhofes: Elmtaryd und der nächst grössere Stadt: Agunnaryd



ALDI
ebenfalls nach seinem Gründer Albrecht-Discount


LIDL
der Namensgeber war Ludwig Lidl. Der eigentliche Firmengründer, Dieter Schwarz, wollte sein neues Geschäft nicht "Schwarz-Markt" nennen und kaufte darum einem Berufsschullehrer die Rechte an seinem Nachnamen für 1.000 DM ab.


REWE
ist ein Akronym für Revisionsverband der Westkaufgenossenschaften


ADIDAS
leitet sich von Adolf ("Adi") Dassler ab.


Coop
bzw. coop (von engl. cooperative, Genossenschaft)


Sharp
Der Name dieses japanischen Elektronikkonzerns leitet sich von einem ihrer ersten Produkte ab, einem immer spitzen Bleistift namens: „Ever-Ready Sharp Pencil“, erfunden 1915 vom Firmengründer Tokuji Hayakawa.


Ricola
Der Name dieser Firma ist abgeleitet von Richterich & Co, Laufen – und wer hat Ihn erfunden? Ein Schweizer



Toblerone
Dieser Name für eine der berühmtesten Schweizer Schokolade setzt sich aus dem Namen des Firmengründers Jean Tobler und torrone, der italienischen Bezeichnung für Nougat zusammen.



Smart
bedeutet
swatch (Schweizer Uhren-Firma) und Mercedes + Art.



Ein grosse Auswahl an interessanten Firmennamen findet man unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Firmennamen



:-)

Freitag, 15. Februar 2008

Schneeglöckchen



Schneeglöckchen  
statt Schneeflöckchen


© Bild von: igorowitsch / Lizenz: CC0 by: pixabay



Schneeglöckchen
von Herr Oter

Hörst du ihr leises Bimmeln,
sie läuten den Frühling ein.
Dazu die Feen singen
bei ihrem Stelldichein.
Erste Mädchen tragen Röckchen,
bereits auch Bienen summend tanzen
zum Klang der milchweissen Glöckchen,
dieser nickenden Frühlings-Pflanzen.
Lass dein Köpfchen nicht mehr hängen,
vorbei die lange Dunkelheit,
Bald wird alles hin zur Sonne drängen,
freu dich auf die Frühlingszeit.






Botanischer Name: Galanthus nivalis.
Aus dem Griechischen, (gala = Milch, anthos = Blüte) (auch Milchblüte genannt) und
aus dem Lateinischen (nivalis stammt von dem lateinischen Wort nivis für Schnee ab).

Eine Legende erzählt,
dass Gott, als er die Schöpfung vollendet hatte, zuletzt den Schnee schuf, ihn aber farblos liess.
So wanderte der Schnee von einer Blume zur andern und bat sie, ihm doch etwas von der Farbe abzugeben. Aber keine erfüllte seinen Wunsch. Bis schliesslich das Schneeglöckchen mitleidig sagte: "Wenn dir mein Mäntelchen gefällt, kannst du es gern haben". Seitdem ist der Schnee weiss - und das Schneeglöckchen die einzige Blume, die er in seiner Nähe duldet und der er nichts zuleide tut.

Galanthamin, ein Wirkstoff aus den Zwiebeln von Schneeglöckchen (und Osterglocken), vermag laut neueren Erkenntnissen der Medizinforschung das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu bremsen.
Doch, weil das Schneeglöckchen hochgradig giftig ist, ist es nicht empfehlenswert, seine Zwiebeln zu essen, auch wenn man dadurch - frühzeitig eingenommen - eine Alzheimererkrankung, vollständig verhindern kann.
Diese Zwiebelpflanze produziert so genannte Biowärme (etwa 8 bis 10 °C), die den (leichten) Schnee um den Stängel und Blätter schmelzen lässt.

Schneeglöckchen stehen unter Naturschutz und dürfen in der freien Natur nicht gepflückt werden.

©® Copyright by Herr Oter




:-)

Donnerstag, 14. Februar 2008





Valentinstag



An keinem anderen Tag

- als am 14. Februar -

lassen mehr, die Liebe

auf der Zunge zergehen

oder stellen sie in eine Vase.






:-)

Dienstag, 12. Februar 2008






Ein Buch schreiben?

Gemäss einer Statistik sind im Jahr 2007: 11'400 Bücher (2006: 11'875) allein von Schweizer-Verlagen gedruckt und auf der Markt gebracht worden. Das sind an jedem Werktag (Mo-Fr) über 43 neue Werke.
In der grössten Sparte Literatur/Belletristik sind rund 2000 Bücher (ca. 20 Prozent) erschienen, gefolgt von „praktische Musik“ (Partituren) (ca. 1150), Kunstbücher (ca. 1100), Recht (ca. 950), Religion und Geografie. Kumuliert betrachtet bilden aber die Sachgruppen: Sach- und Fachbücher eine deutlich grössere Gruppe als die literarischen Bücher.

Im gesamten deutschsprachigen Raum erscheinen jährlich ca. 110'000 neue deutschsprachige Titel.

Mein Senf dazu:
Kein Kommentar!!!



:-((

Montag, 11. Februar 2008





Findige Polizei
oder dreckige Autos haben auch Vorteile

Heute in der Zeitung (BAZ -online) gelesen:
Wie die Zuger Kapo heute mitteilt, konnte auf ungewöhnliche Art und Weise ein kurioser Verkehrsunfall im zugerischen Unterägeri aufgeklärt worden.
Ein 82-jähriger Autolenker hatte gestern ordnungsgemäss seinen Personenwagen vor einem Fussgängerstreifen angehalten, damit Fussgänger die Strasse überqueren konnten.
Ein nachfolgender 44-jähriger Autolenker bremste zu spät und prallte heftig ins vordere Fahrzeug. Dieses wurde kräftig nach vorne geschoben. Der betagte Autolenker nahm den Aufprall gar nicht wahr, denn er meinte, er sei von der Kupplung gerutscht.
Beide Fahrer setzten ihre Fahrt fort, obwohl beim Geschädigten grosser Schaden am Heck entstanden war und beim Unfallverursacher die Airbags ausgelöst und die Frontscheibe massiv beschädigt worden waren.
Der betagte Rentner wurde später durch Drittpersonen auf seinen Heckschaden aufmerksam gemacht, worauf dieser sofort Anzeige erstattete. Bei der Tatbestandsaufnahme konnte die Polizei an der verstaubten Heckstossstange des Geschädigten den spiegelverkehrten Abdruck des Kontrollschilds des Verursacherfahrzeugs samt Kantonszugehörigkeit ablesen und sichern. Der etwas überraschte Fahrerflüchtige wurde noch am selben Abend einvernommen.
Der Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken





Mein Senf dazu:
Fest staubige Autos haben auch Vorteile, fast schon staubige Autofahrer merken kaum noch etwas.



:-o